Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten alle fünf Abschlussklassen der RSN am 7. November 2024 die KZ-Gedenkstätte Dachau. Um 7 Uhr brach die RSN mit zwei Bussen nach Dachau auf. Unsere über 100 Schülerinnen und Schüler und ihre 6 Begleitlehrkräfte wurden nach der Ankunft aufgeteilt und in mehreren kompetent geführten zweieinhalbstündigen Rundgängen über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers geführt. Dabei konnten wir an diesem kalten Novembertag viel über die grausamen Verbrechen, die an diesem Ort, einer ehemaligen Pulver- und Munitionsfabrik, von 1933 bis zur Befreiung durch die US-Army am 29. April 1945, begangen wurden, erfahren.
Es war während der NS-Diktatur das einzige KZ, das über die ganzen zwölf Jahre hinweg in Betrieb war und wurde dabei zum grausamen Vorbild für die Konzentrationslager des nationalsozialistischen Lagersystems und damit für unmenschlichen Gräueltaten, Demütigungen und Willkür, denen die Menschen in einer strengen Lagerhierarchie ununterbrochen ausgesetzt waren.
Die ersten in Dachau Inhaftierten waren politische Gegner des NS-Systems wie Kommunisten oder Sozialdemokraten, später folgten Zeugen Jehovas, engagierte Christen, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie vor allem Juden.
Mehr als 200.000 Gefangene aus über 40 Nationen waren im KZ Dachau und seinen Außenlagern inhaftiert, mindestens 41.500 Menschen starben dort an Hunger, Krankheiten, Folter, Mord und den Folgen der KZ-Haft. Diese Tagesexkursion war keine einfache Fahrt. Aber die vor Ort gemachten Eindrücke und die damit verbundene Auseinandersetzung mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sind seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil unseres Schulcurriculums.




















